Wahrscheinlich habt ihr meine Seite gefunden, weil ihr meinen Schmuck entdeckt habt. Wie kommt man dazu Teller zu zerschlagen um neues daraus zu machen?
Da gibt es zwei wichtige Ereignisse.
Nachdem meine Großeltern verstorben waren, ging das gute Kaffeeservice an mich. Leider war es dann so, wie es häufig ist. Bei mir dahem stand es nur im Schrank, weil wir kaum Gelegenheit hatten, auch nur ein Teil davon zu benutzen. Und dann hat meine Cousin geheiratet…
Was das damit zu tun hat? Ich wollte ihm etwas ganz persönliches zur Hochzeit schenken. Und da meine Großeltern auch seine Großeltern waren, habe ich eine Tasse/Untertasse für ein Diorama abgezweigt. Das Diorama seht ihr hier:
Das zweite Ereignis ist eher mundäner Natur: Mir ist meine Lieblingsteller runter gefallen. Und da ich den Hang habe, emotional an meinen Lieblingssachen zu hängen, habe ich mir sehr schwer getan die Scherben einfach weg zu werfen. Ich habe zu dem Zeitpunkt viele Videos zu Bleiglasfenstern und der Tiffany Technik (in Bezug zu Glas) geguckt und damit war die Idee sowas mit den Resten meines Tellers zu versuchen, sehr schnell geboren:
Die ersten Versuche waren dann noch etwas “wonky”, wie man hier sieht. Hier stand erstmal nur die Idee, die Keramik irgendwie einzufassen. Von Löten hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung. Daher waren die ersten Versuche mit Drahtbiegen und eingießen der Ränder.
Der Vorteil war, dass ich die Stücke direkt, aber diskret signieren konnte.
(Und dass ich einen goldfarbenen Rand haben konnte. Da bin ich durch das Lötzinn im Moment doch etwas eingeschränkt.)
Glücklicherweise habe ich relativ schnell angefangen mich mit Löten zu beschäftigen, was die Ergebnisse doch erheblich verbessert hat. Der nächste Schritt wäre das Hartlöten. Aber eins nach dem anderen: